Twitter zensiert Trump

Ich schätze die aktuelle Lage der Pressefreiheit als sehr besorgniserregend ein. Die freie Welt hat immer davon profitiert, dass jeder seine eigene Meinung sagen konnte. Diese ist heute leider nicht mehr in dieser Form gegeben.

Twitter und Facebook haben beide die Löschung von Donald Trumps Wahlkampfbotschaften angeordnet , weil diese angebliche Falschinformationen transportieren würden. Es ging um die Schulöffnung in den USA. Das Trump-Team wollte vermitteln , dass die Kinder in den meisten Fällen einen sehr asymthomatischen Corona-Verlauf haben. Zudem zeigen sich aktuell weder Schulen noch Kindergärten als besondere Beschleuniger der Infektionszahlen. Als Beispiel hierfür kann Deutschland angeführt werden. Hier gab es einen Anstieg der Infektionszahlen, obwohl in den Sommerferien sowohl Kindergärten als auch Schulen geschlossen waren.

Meine Sorge besteht darin , dass Twitter und Facebook entscheiden, welche Informationen der Wähler sieht und welche er nicht sieht. Die Frage , ob die Wahlwerbung immer objektiv sein muss, kann man durchaus sehr differenziert betrachten. Ich erinnere zum Beispiel an die CDU-Wahlwerbung „Freiheit oder Sozialismus“ . Diese Wahlwerbung ist sicherlich nicht besonders objektiv gewählt worden , weil man die Sozialdemokraten damit absichtlich in die Ecke der damaligen Sowjetunion stellen wollte. Jedoch hat die SPD nicht die CDU verklagt, sondern hat versucht mit gezielten Anspielungen die CDU für diese Wahlwerbung abzustrafen. So zählte Helmut Schmidt alle verbalen Entgleisungen seines Gegners Franz Josef Strauß auf und lieferte damit einen guten Grund die CDU nicht ernst zu nehmen. Dies gelang auch , weil die Wähler die Verknüpfung zwischen SPD und Udssr nicht hergestellt hatten. Der SPD ist es also gelungen ,ohne große Empörungsdebatte, die CDU mit ihrem eigenen unsinnigen Spruch zu schlagen und den Angreifer in der politischen Debatte in ein schlechtes Licht zu rücken.

Wieso können wir die politischen Kräfte nicht ihre eigenen Entscheidungen treffen lassen und in einem offenen Wettbewerb darüber streiten lassen. Die Demokraten sollten aus meiner Sicht nicht die Republikaner verklagen, sondern mögliche Unrechte ansprechen und den politischen Gegner damit angreifen.

Keine politische Debatte braucht Twitter und Facebook als Aufpasser für ihre Auseinandersetzung. Facebook und Twitter haben nicht zu bestimmen , was den Wähler überzeugen darf und was nicht.

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